Entwurf offnener Stahlfahrweg
inklusive Stahl-Dreh/Scheibeweiche
Ökonomisches Konzept
Dem hier vorgestellten Stahlfahrweg in offener Bauweise liegt der Gedanke
zu Grunde, die Fahrwegkomponenten des Transrapidsystems in der
Herstellungsweise deutlich zu vereinfachen.
Modulare Bauweise mit Struktur- und Systembauteilen, die somit eine
ökonomische Grundlage für eine wettbewerbsfähige Marktreife
des Systems
ermöglicht.
Damals und heute
Sieht man sich die Wuppertaler Schwebebahn an, so wird deutlich, dass
diese zwar originell ist, aber dennoch nicht den letzten Stand möglicher
Modulbauweise von Schwebahnsystemen darstellt. Sehr viel einfacher
strukturiert und somit ökonomisch moderner und modularer ist die
Tragbalken-Schwebebahn H-Bahn oder das ähnliche SAFEGE-System.
Dass durch Reduzierung von Bauteil-Spezialanfertigungen für
den Fahrweg an Herstellungs- und Baukosten massiv eingespart werden
kann versteht sich von selbst.
Ästhetik von Stahlstrukturen
Die offene Stahlgitter-Bauweise wird in der europäischen Kultur
zudem als
"ästhetisch reizvoll" empfunden, gegenüber einer reinen Betonbauweise,
die
als "äusserst hässlich" und als Landschaft zerstörend
gilt.
Berühmte Vertreter ästhetischer, ja regelrecht romantischer
Stahlbauweise
gibt es weltweit: Die genannte Wuppertaler Schwebebahn, sowie Eiffelturm,
Schiffshebewerk Finow, Eisenbahnbrücke Rendsburg, London Eye,
u.v.m...
Fahrgeschäfts-Industrie
Worauf ich jedoch gedanklich hinaus will, ist auf die Sparte der transportablen
Jahrmarkts-Fahrgeschäfte!
Hier werden Achterbahn-Anlagen in nur 3-10 Tagen komplett auf- oder
abgebaut! Und die Achterbahnzüge fahren bekannter Massen ja nicht
nur
geradeaus, sondern mitunter sogar Loopings!
Dabei werden auf den Anlagen Geschwindigkeiten von bis zu 120 kmh erreicht.
Ebenso sind solche Anlagen sicher und im Dauerbetrieb mit hoher Zugfolge
zu
betreiben.
Das eigentlich Interessante dabei: So ein Fahrgeschäft lohnt sich
wirtschaftlich,
trotz Auf- und Abbau vor und nach 14-tägigem Betrieb, der dann
z.B. lediglich
14 Tage im Monat von 14:00-24:00 Uhr stattfindet. Komplette Ruhezeit
herrscht während der Transportzeiten und oft die ganzen Wintermonate
über!
Zu den Kosten zählen zunächst der eigentliche Kaufpreis der
Anschaffung.
Dann der jeweilige Auf- und Abbau vor Ort, die Transportwege von
Stadt zu Stadt, die Standmieten der Volksfeste, Kosten für in
Wohnwagen
mitreisendes oder zeitlich beschäftigtes Betriebs- und Kassenpersonal,
die
Stromkosten des Systems inklusive reichlich Energie für illuminierende
Beleuchtung und Beschallung, die jeweilige TÜV-Abnahme vor
Betriebsbeginn, Instandhaltungsmassnahmen, allgemeine Werbekosten,
Beteiligung der Schausteller an Feuerwerken und und und...
Der Auf- und Abbau ist routiniert und kann durch Einsatz von Firmen
vor Ort
und oft ergänzend durch zusätzlich angeheuerte, einfache
Hilfsarbeitskräfte
durchgeführt werden! Hier ist kein teures Spezial-Knowhow nötig
oder seltene
Organisationsabläufe wie es bei Einzelinstallationen der Fall
wäre - im Gegenteil:
Hier sitzt jeder Handgriff und jeder Prozess läuft genau nach
Organisationsplan
und Bauplan ab.
So kann - halten wir uns das vor Augen - in nur etwa 7 Tagen (!) auf
besenreiner
Fläche eine Bahn in Betrieb genommen werden, die 120 kmh auf rund
1km
Streckenlänge fährt und sogar in Loopings den Sicherheitsmassstäben
eines
Dauerbetriebes gerecht wird!
Das heisst: Voller Verkehrswert in nur 7 Tagen nach Anlieferung aller
Komponenten.
Logisch, dass auch die Anzahl der zu transportierenden Komponenten
selbst so
gering und leicht wie möglich gehalten wird um den Transportaufwand
+ Kosten
auf ein Minimum reduzieren zu können!
Für den relativen Aufwand, die die Transportabilität und
jene Gesamtperformance
von Betriebsumfang und Notwendigkeiten des Systems mitsich bringt,
halte ich
einen Fahrpreis von ca. 4 Euro pro Person und 1 km Strecke für
relativ günstig.
Die Züge fassen im Schnitt ca. 50 Personen und fahren im extremen
Höchstfall
alle 0,5 - 2 min. Das sind etwa/max. 250-1000 Personen in 10 min.
Das lässt sich etwa mit einer innerstädtischen Rushour-Dichte
vergleichen. Aber
vergessen wir nicht: Die Achterbahn fährt nur in insgesamt sehr
wenigen Tagen
des Jahres und dann nur max. 10 Std. pro Tag, von denen dann noch etwa
am
frühen Nachmittag ca. 3 Std lang nur max. alle 3-5 min ein nicht
vollbesetzter
Zug abfährt.
Ganz wichtig der Aspekt, dass so ein Fahrgeschäft zusätzlich
ästhetisch
anspruchsvoll im Sinne des Zeitgeistes gestaltet werden muss! Bunte
Farben sind
obligatorisch. Hingegen sind graue, triste Betonpfeiler, gar ganze
Anlagen aus
Beton, ohne originelle Optik, Schmuck, ohne Namen und ohne Image in
der
Jahrmarksbranche undenkbar!
Eisenbahn- und sonstige Trassen
Warum nur sind Eisenbahnfahrdämme und Trassierungen so dergestalt
grau und
trist? Und dennoch in den allermeisten Fällen wirtschaftlich auch
noch
ausgesprochen defizitär!?
Dabei prägen sie doch Stadt- und Landschaftsbild über tausende
von Kilometern
und leisten einen erheblichen Anteil am Ergebnis des Bruttoinlandsproduktes!
Klar können z.B. Autobahntrassen aufgrund der Asphaltdecken nichts
anderes sein
als breit und grau - das Magnetsystem aber kann hier endlich grundlegend
neue
gestalterische und ökonomische Ansprüche an den Betrieb bieten
und erfüllen!
Auflagen an die Ökonomie vom Maglevsystem z.B:
-Nach Fertigstellung der Erdfundamente (die natürlich in weichem
Untergrund
nach wie vor aus Beton sein müssen) Installierung von 1 km Oberbau
in max. 1
Woche! Das hiesse eine Strecke von 52 km Länge in 1 Jahr voll
betriebsfertig
aufbauen zu können!
-Aufbau mittels eines kleinen Teams, das von mittelständischen
Firmen vor Ort
und Hilfsarbeitskräften gestellt werden kann. Keine besonderen
Fachkenntnisse
darüber hinaus zum Aufbau nötig.
-Deutlich gewinnbringender Betrieb bei nur wenigen Zügen rund um
die Uhr,
oder einer höheren Zugdichte innerhalb von z.B. 9 Std Betrieb
möglich.
-Fahrpreis für jedermann erschwinglich.
-Geschwindigkeitsbereich min. 120 kmh in urbanen Zentren.
-Ggf Abbau der Strecke auf einfache Weise, somit kann ggf. sich verlagernden
Verkehrsströmen später Rechnung getragen werden.
Fazit: Genau genommen braucht sich das Maglev-System bei weitem
ja nicht mit den
hohen Ansprüchen des Schaustellergewerbes zu messen - es würde
völlig ausreichen,
wenn es einen deutlichen Vorsprung gegenüber der herkömmlichen
Schienenverkehrs-
Ökonomie aufweisen würde!
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